PROJEKTE

This is not about us. But it is.

Everyday all these eyes, and legs, and arms, and rhythms, and wishes, and fears. This is the thing: This is not exactly about it. But it is.’

 

Just a few minutes, one common space, two different bodies.

Our short piece plays with very simple and fundamental questions: Do you see me? Do you hear me? Do you feel me?

Within those questions we aim to discuss the boundaries between human beings, like how to really see each other, how to overcome the limits of the speaking language, how to share the same space and how to open new spaces in the body so the other can access a different and unexpected level of dialogue. The quality of movement emerges from the deep listening of this encounter and the subtle communication between two bodies, space and sound. As body and affection are always contingent, alterable and transitory, the piece opens space to this accidental state or quality of being present, generating always a fresh dialogue also with the audience around us.

 

Idee/Performance: Murillo Basso, Anita Twarowska

Sound: Maria Coma

 

Bits&Pieces / 04.+05.02.17 / Tanzfabrik Berlin Kreuzberg

S.o.S. – Students on Stage / 27.+28.05.17 / ada Studio Berlin

Fotos: seb.photo

Agnes Kern:

 

This is not about us. But it is. handelt von der langsamen Annäherung an den anderen, vom Zögern und der schließlich entstehenden Nähe und Gemeinsamkeiten.

Die Bühne ist leer, das Licht eingerichtet, wir warten. Aus dem Publikum erheben sich zwei Personen und betreten den Bühnenraum. Er läuft im Kreis, sie läuft entgegengesetzt. Sie erlaufen sich den Raum, gehen sich kreuzend die Längen und Breiten ab. Sie stoppen voreinander, halten Blickkontakt und mustern sich gegenseitig von oben bis unten. Eine erste Kontaktaufnahme. Langsam nähern sie sich nach diesem Muster einander an, bis sie sich mündlich begrüßen und er ihr die Frage stellt: „How are you?“ Ihre Antwort ist ein Spiel mit den Worten und schließlich eine körperliche Entgegnung: „How am I?“ fragt sie zurück und streckt ihm ihren Arm entgegen. Wie bin ich beschaffen? Eine Einladung zu fühlen, ihre Haut, Gelenke, Arme, Beine, Kopf, Gesicht. Er tastet sich entlang ihres Körpers und legt sein Ohr daran, als horche er in sie hinein. Dann wechseln sie Positionen und sie ertastet ihn how he is, bis es zu einer Gegenseitigkeit wird.

Ihre weiteren Bewegungen scheinen sie aus diesem „durch den Körper und seine Beschaffenheit gehen“ zu generieren. Wie aus inneren Impulsen heraus durchfahren sie scheinbar jeder für sich den eigenen Körper. Gleichzeitig sind sie in diesen eigenen Bewegungen einander zugewandt. Es stellt sich eine Intimität her, in der sie auch aufeinander reagieren: Ich und Du, Wir.

Das Ende des Stückes löst die zweisame Situation auf. Beide gehen nun auf weitere Personen im Publikum zu und fragen: „How are you?“ // to be continued //

Murillo Bassos und Anita Twarowskas Arbeit steht am Ende des Festival-Abends beispielhaft für die Idee hinter S.o.S. – Students on Stage: Es geht um eine Kommunikation untereinander, um das Kennenlernen der anderen und den Austausch mit ihnen. Das Tanz-Stück wie das Festival entlässt uns mit der Einladung, aufeinander zuzugehen.

facing

„facing“ stellt die Frage „Wer bist du?“ und setzt sich mit dem Thema der Identität auseinander. Durch die Bewegung drücken die Performer ihre emotionalen inneren Welten, Ängste, Erwartungen und Träume aus.

 

Projektleitung: Anita Twarowska

Performance: Gruppe freiTanz:

Petra Constantinescu, Susann Dietrich, Johanna Fallis, Daniela Lasdinat, Egbal Rezayi, Andrea Schwabe, Sara Waldmann, Mareike Philipp, Ronja Pludra, Anton Tomczak

 

Ziel des NITKA Festivals ist es, gegenwärtige und bestehende (Kunst)Beziehungen vor einem größeren Publikum zu präsentieren und den verbindenden Faden (NITKA) sichtbar zu machen. Die heutigen Kunstschöpfer und das Publikum sind multikulturell. Das NITKA Festival entsteht aus der Notwendigkeit, bereits existierende Kunst durch Austausch, Integration, Synthese und gegenseitige Inspiration zu stärken.

 

Auftritte von in Berlin und Brandenburg lebenden polnischen Künstlern bilden einen wichtigen Teil des Programms. Zur Teilnahme wurden insbesondere Vertreter der zeitgenössischen Kunst eingeladen, die in den letzten Jahren in deutsch-polnischen Produktionen gearbeitet haben. Das Festival beinhaltet künstlerische Darbietungen in verschiedenen Arbeitsformen wie Theater, Musik, Tanz, Performance, Malerei und Filmkunst.

 

NITKA Festival 2015 / 12.09.15 / fabrik Potsdam

Fotos: Ralph Waldmann

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